Nein, die sind auch nicht echt

Früher dachte ich, Wimpernextensions seien was für gelangweilte Leute mit zu viel Zeit – jetzt liege ich selbst alle drei Wochen 1 1/2 Stunden auf der Behandlungsliege meiner Lash Stylistin.

„Do it!“

Eine gute Freundin hat sich letzten Sommer den Mund fusselig reden müssen, um mich zu Wimpernextensions zu überreden. Warum stundenlang liegen und Hunderte Euro für etwas ausgeben, das ich mit Mascara und zwei Handgriffen selbst hinbekomme? Tja, jetzt sitze ich an einem Sonntagabend auf der Couch und fasse eine Lobeshymne auf die Wimpernkunst ab: Mein Gesicht wirkt dadurch einfach ausdrucksstärker, und zwar 24/7, Ich kugel morgens aus dem Bett und habe einen Blockbuster-Wimpernaufschlag. Ich racker mich am Crosstrainer ab und kann gleichzeitig Augenflirting betreiben (also theoretisch, wer tut das bitte?). Ich schminke abends mein MakeUp ab und sehe danach genauso gut aus wie davor. Panda-Augen? Not me! Weinen in der Öffentlichkeit? Endlich kein Problem mehr!

Meine ersten Wimpernextension ließ ich mir in einem Wiener Innenstadtsalon legen: 3D-Volumentechnik, präzises Handwerk, alles pipifein. Auf Dauer wollte ich aber eine günstigere Alternative, die ich zu Beginn des Jahres über die superpraktische Salon-Plattform Treatwell (Empfehlung!) gefunden habe. Im „Home of Beauty“ wird ein wirklich gutes Wimpernservice  angeboten, welches sich preislich im Rahmen des Vernünftigen bewegt.

Gearbeitet wird mit Produkten von Luxus Lashes. Die Einzelwimpern sind aus Synthetik, was mir aus tierethischen Gründen besonders wichtig ist, Nerzwimpern kommen für mich keinesfalls in Frage. Im „Home of Beauty“ werden die Lashes ganz klassisch in der 1:1 Legetechnik appliziert, Das bedeutet pro Naturwimper wird nur eine Kunstwimper geklebt. Bei der Volumen- oder 3D-Technik sind es mehrere Lashes pro Naturwimper, wodurch ein noch dramatischer Effekt erzielt wird.

Mascaralook.

Wie man auf dem Titelbild oben gut erkennen kann, ist das Ergebnis in der 1:1-Methode besonders natürlich. Es soll bloß niemand erkennen, dass meine Wimpern fake sind! Wenn es zu besonderen Anlässen mal mehr Volumen sein soll, trage ich zusätzlich Spezialwimperntusche für Extensions auf (ich verwende die Noir Mascara von Blink). Klobige Puppenwimpern, die sich wie ein Augenbesen Richtung Himmel wölben sind eine Extrem-Variante, welche die hohe Kunst der Lash Stylings leider ein wenig in die Trash-Ecke drängt. Bitte nicht davon abschrecken lassen und dem natürlichen ‚Mascaralook‘ eine Chance geben.

Hier liege ich alle 3 Wochen für 1 1/2 Stunden und lasse mir von einer überaus geduldigen und professionellen Stylistin schöne Wimpern zaubern. Das erste Wimpernservice kostet bei „Home of Beauty“ 190 Euro, das Nachfüllen je nach zeitlichen Abstand zur letzten Behandlung ab 40 Euro.

Alles ganz unkompliziert?

 

Leider nein. Wimpernextensions bedeuten auch zusätzlichen Pflegeaufwand und eine Umstellung der Beauty-Routine. Die Augen abschminken darf man nur mit ölfreien Produkten, da sich sonst der Wimpernkleber löst. Wattepads und Fake Lashes vertragen sich auch nicht gut, weshalb man sie durch ein waschbares Mikrofasertuch ersetzen sollte (ist auch ressourcenschonender). Zweimal täglich muss man die Wimpern mit einer Spezialbürste durchkämmen, damit sie schön in Form bleiben. Also ganz ohne Aufwand geht es mit Extensions nicht, aber das Ergebnis lohnt sich. Zu guter Letzt noch die Vorher-Nachher-Dokumentation, auf welcher man sieht, wie nackt meine Augen ohne Extensions aussahen. Die Mühe wert, oder?

Links: Home of Beauty, Treatwell 

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