Heiß ohne Schweiß!

Warum dieser Sommer fresher wird, als jene zuvor

DISCLAIMER* Bei diesem Blogbeitrag handelt es sich um einen persönlichen Erfahrungsbericht. Ich bin Beauty-Bloggerin, keine Ärztin. Bei Fragen wende Dich bitte an eine/n Facharzt/ Fachärztin – er/sie kann Dich fachgerecht aufklären.

 

Ich liebe Botox – in meinem Gesicht sorgt es schon seit Jahren für entspannte Faltenfreiheit. Für mich sind es süße Piekser, die mir den ersehnten Aging-Aufschub gewähren. Bei meinem letzten Arztbesuch wurde die Spritze aber an einer anderen Stelle angesetzt: den Achseln. Diesen Sommer möchte ich nämlich ohne schweißbedingte Style-Einbußen genießen.

Hot in the City

Die Aktivität meiner Schweißdrüsen verhält sich gefühlt exponentiell zu den Temperaturen oder meinem Stresslevel. Eine verpasste Straßenbahn oder ein wichtiger Termin treiben die Transpiration saftig in die Höhe. Und wenn die Hitze Einzug in Wien einhält, lasse ich Blusen oder bunte Shirts gleich lieber im Kleiderschrank, denn dunkle Schatten unter der Achsel fand ich noch nie so richtig schick. Doch diesen Sommer wird alles anders…

Im Frühjahr ließ ich die Behandlung unter den Achseln bei der Plastischen Chirurgin Dr. Barbara Iris Greibl vornehmen. Im Vorfeld erklärte sie mir die genaue Wirkungsweise: “Botulinumtoxin A blockiert die Acetylcholinfreisetzung an Nervenenden. Dies führt zu einer Unterbrechung der Reizübertragung an der Schweißdrüse und so zu einer gestoppten Schweißproduktion.“ Aber werde ich dann an einer anderen Körperstelle vermehrt transpirieren? „Kompensatorisches Schwitzen – also Schwitzen an anderen Stellen tritt bei einer Botoxbehandlung nicht auf. Die Anzahl der Schweißdrüsen in den Achselhöhlen beträgt nur rund zwei Prozent der gesamten Schweißdrüsen am Körper, so wird die Wärmeregulation durch die Behandlung nicht gestört“, erklärt Frau Dr. Greibl. Und wie lange hält die Wirkung an? “Nach durchschnittlich 6-9 Monaten sprießen an den Schweißdrüsen neue Nervenenden nach und die Schweißproduktion beginnt wieder anzusteigen.” Alles klar! Und ab ging es für mich auf die Behandlungsliege:

Meiner Rolle als Selbstversuchs-Bloggerin verpflichtet, verzichtete ich auf Betäubungscreme und biss die Zähne zusammen. Die rund 15 Stiche pro Achsel bekommen auf meiner persönlichen Schmerzskala eine Wertung zwischen „easy“ und „mittel“. Nach einer Viertelstunde war das Ganze auch schon überstanden und ich konnte in den Folgetagen beobachten, wie das Botox seine schweißhemmende Magie entfaltete. Bereits eine Woche nach der Behandlung konnte ich getrost aufs Deo verzichten: meine Schweißdrüsen saßen auf dem Trockenen. Kein Tröpfchen, keine Flecken, keine Geruchsbildung. In etwa ein halbes Jahr hält die Wirkung nun an.

Hier die Vorher-Nachher-Fotos – jeweils nach einer halben Stunde Workout. Das rechte Bild wurde zwei Wochen nach der Botox-Behandlung gemacht.

Fazit

 

Auch jetzt – zwei Monate nach der Behandlung – bleibt unter den Achseln auch ohne Deo alles frisch. Einzig nach einem intensiven Workout, beim Laufen beispielsweise, sind wieder leichte Schatten unter der Achsel sichtbar. Im Alltag hält die Wirkung aber unverändert an.
Ich würde es wieder machen – vorausgesetzt mein Kontostand lässt es zu. Aufgrund der Materialmenge ist eine Botoxbehandlung gegen Schweiß nicht gerade günstig. In etwa 500-700 Euro kostet das Treatment. Gut zu wissen: Nach ärztlicher Diagnosestellung von krankhaft übermäßigem Schwitzen werden die Kosten für die halbjährliche oder regelmäßige Behandlung von privaten Versicherungen übernommen.