10 Minuten, 10 Produkte: Meine Pflegeroutine

Wie stellt man sich am besten vor? Mit einem Blick in den Badezimmerschrank. Gib’s doch zu, da schaust du doch auch heimlich rein, wenn du bei jemandem zu Hause eingeladen bist!

Whatever works. 

 

Bei der Gesichtspflege gehe ich relativ undogmatisch vor und schmiere jene Produkte, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gesichtspartien anvisieren. Mag sein, dass eine komplette Pflegelinie – von den Reinigungsprodukten bis zur Creme – besser aufeinander abgestimmt ist, ich setze aber nur ungern auf ein Pferd und vertraue auf unterschiedliche „Spezialisten“ – egal ob aus Drogerie oder Fachhandel.

Ausgangslage: Ich habe eine Mischhaut (T-Zone!) mit kleineren „Faltenherden“ um Mund und Augen. Gegen tiefere Mimikfalten setzte ich alle paar Monate auf Botox, Krähenfüße und Lachfältchen werden derweil mit Cremen in Zaum gehalten. Vereinzelt tauchen seit dem 30. Geburtstag auch immer mehr Pigmentflecken auf, die ich mit Spezialpflege auszugleichen versuche.

Pflege-Layering

 

Da ich Wimpernextensions trage, muss ich bei der Reinigung auf ölhaltige Produkte verzichten. Mit dem Mizellenwasser von Eucerin DermatoCLEAN 3 klappt die Basis-Reinigung aber ganz gut. Dreimal wöchentlich lasse ich zusätzlich für 10 Minuten die By all greens-Schaummaske von Origins als Detox-einwirken. Detox und sanfter Cleanse für zwischendurch. Seit zwei Wochen tupfe ich abends die Pflege-Essenz von Carita Progressif Néomorphose Clarté Fondamental mit den Fingern leicht über die Stirn und Wangen. Das klare Wasser ist eine Vorstufe zum Pflegeschritt gegen Überpigmentierung, sprich die Bildung von Sonnenflecken. Danach beginnt ein kleine unendliche Geschichte, die ich je nach Wetter (Temperatur!) / Laune/ olfaktorischen Gelüsten variiere. Nur bei der Reihenfolge bin ich streng.

Einmal die Woche kommt zwischen Reinigung und Pflege das absolut zurecht gehypte REN Flash Rinse One Minute Facial dran. Auftragen, einmassieren, etwas Wasser dazu, eine Minute warten, abwaschen und fertig. Insbesondere im Winter wirkt das Vitamin C superfresh, die Haut fühlt sich danach wie Samt an, jeden Cent Wert!

Schritt 1: Augen. Da ich zu Irritationen neige, verwende ich das Essential Eye Lifting Serum von Declaré. Damit brennt und tränt nichts. Und eintupfen lässt es sich dank der semiflüssigen Textur auch leicht und zieht schnell ein, was insbesondere morgens von Vorteil ist. Früher habe ich mich ja manchmal vor der Augencreme gedrückt, wenn ich mich unmittelbar nach der Pflege schminken wollte. Hier gibt es keine MakeUp-Komplikationen zu vermerken und die Augenhaut fühlt sich dennoch ausreichend gepflegt.

Schritt 2 des Layerings: Serum, Da schwöre ich seit über einem Jahr auf die Hyaluron-Filler Serum Konzentrat-Shots von Eucerin. Täglich ein Tropfen auf die kritischen Faltenpartien (Krähenfüße, Stirn- und Nasoliabialfalten) verteilt reicht. Die kleinen Dinger sind Gold wert und haben einen Fixplatz im Badezimmerschrank. Die Ampullen enthalten lang- und kurzkettige Hyalursonsäure, welche einerseits an der Hautoberfläche als auch den tieferen Epidermisschichten wirkt. Ich kenne kein vergleichbares Produkt in dieser Preisklasse, ganz große Empfehlung.

Um tagsüber eine glänzende T-Zone zu vermeiden, kommt statt einem Primer bereits auf der Pflegeebene das Artemis Matifying Serum zum Einsatz. Das Problem lieber an der Wurzel anpacken als zu kaschieren. Zugegeben, der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber Pickelherde hab ich damit ganz gut unter Kontrolle und zusätzlich mattiert es.

Schritt 3: Creme. In den Wintermonaten bin ich vorsichtig mit Hydro-Boostern, meine Haut braucht einen guten Mix aus Fett und Feuchtigkeit.

Um meine Pigmentflecken in den Griff zu bekommen, verwende ich seit zwei Wochen die Carita Néomorphose Clarté Fondamentale Crème, welche sowohl Faltenglättung als den Teintausgleich zum Ziel hat. Ich bin sehr froh endlich eine solide Anti-Aging-Pflege gefunden zu haben, die zusätzlich Pigmentflecken anvisiert, aber für jüngere Semester als 50plus gedacht ist. Damit schließt sich eine Marktlücke. Meine Sommersprossen werden nämlich immer mehr und breiten sich langsam zu kleinen Sonnenflecken aus. Noch stören sie mich nicht, aber größer müssen sie auch nicht werden, also deshalb die teinausgleichende Offensive. Noch kann ich nicht viel über die Wirkung des Carita-Produkts sagen, aber es duftet nach hochwertiger Salon-Pflege, die Textur ist nicht zu reich und nicht zu dünnflüssig. Die Haut fühlt sich gut versorgt an und beim anschließenden Auftragen von Make-Up gibt es keinerlei Probleme.

Wenn es schnell gehen muss und zwischen Reinigung und Pflege keine Zeit für Wässerchen und Seren ist, kommt die leichte Cremegel Hydramemory der italienischen Beauty-Puristen Comfort Zone zum Einsatz. Mir gefällt die cleane Formel aus Feuchtigkeit, Moringaöl und Hyaluronsäure.

Und zu guter Letzt: das olfaktorische Highlight und mein persönlicher Nasolabial-Fix, Sisleys Double Tenseur. Das Pflegefinish kam letzten Herbst auf den Markt und wird seitdem jeden Morgen geschmiert. Die samtige Lotion trage ich von der Kinnlinie Richtung Wangenknochen auf. Es legt sich wie ein Straffungs-Schleier über die hängenden Partien und riecht obendrein so gut.

Done!